Erkenntnisse vom Basislager „Compliance vs. Kundenzufriedenheit“

Am 9.3.15  fand bei wibas wieder ein DarmstadtSPIN Basislager-Treffen statt – Thema diesmal: Compliance vs Kundenzufriedenheit. Oder: wie schaffe ich es, an Regeln festzuhalten und alle Vorgaben meiner Firma zu erfüllen und gleichzeitig den Kundenwunsch im Mittelpunkt zu halten?
Der Kunden- oder Teilnehmerwunsch, für dieses Dilemma hilfreiche Impulse via Erfahrungsaustausch zu bekommen, wurde erfüllt unter gleichzeitiger Einhaltung der Regel: Timebox von 2 Stunden und Spaß haben. 😉

Die wichtigsten Erkenntnisse des Abends:

1. Was muss das Management tun, um ohne Regeln zu regeln?
Wer ohne Regeln regeln will, muss Werte definieren, Vertrauen haben, Transparenz schaffen und Verantwortung delegieren.

2. Woran erkenne ich Mitarbeiter, die mit Freiraum verantwortungsvoll umgehen?
Er / sie bricht Regeln öffentlich, risikobewusst, begründet, fachkompetent, zielgerichtet und unter Einbeziehung von Stakeholdern.

3. Wie bekomme ich mehr Freiraum und weniger Bürokratismus?
Wertschöpfung und Bürokratie muss kein Widerspruch sein! Angemessenheit ist entscheidend. Komplexe Organisation treibt Burokratie.

 

«Agile Skalierung ist der nächste logische Schritt.»

 

Stefan Waschk AusschnittIm Interview spricht Stefan Waschk, Leiter des Agile Center of Excellence in der Konzern IT der VolkswagenAG, über agile Transformation in der Praxis.

Wann hast du mit Agile im Unternehmen angefangen?

2009 war ich verantwortlicher Manager für ein Großprojekt mit vielen Stakeholdern und komplexen Anforderungen. Wir führten agile Mechanismen ein, weil uns klar wurde, dass die Konzepterstellung ein Flaschenhals im Projekt war und dass trotz erfolgter Abnahmen die aus diesen Konzepten umgesetzten Lösungen unsere Kunden nicht zufrieden stellten. Mein Fokus lag damals zunächst auf der besseren Steuerbarkeit, die agile Projekmanagementmethoden versprachen. Selbstorganisation der Teams stand für mich gar nicht so sehr im Vordergrund. Wie wichtig ein Team mit starkem Commitment ist, erkannte ich erst beim Rollout. Heute ist dieser Aspekt für mich der wichtigste für erfolgreiches agiles Vorgehen. «Agile Skalierung ist der nächste logische Schritt.» weiterlesen

Gesunder Change trotz Höhen und Tiefen – Geht das?

 In unseren Unternehmen ist Veränderung an der Tagesordnung.iStock_000019193142_Ausschnitt_klein

Verkleidet in unterschiedlichste Titel werden Um- strukturierungen, andere Arbeitsweisen sowie neue Werkzeuge an die Mitarbeiter herangetragen und in vorgesehener Frist «umgesetzt». Der Strom angeordneter Veränderungen reißt gar nicht mehr ab, und immer mehr Menschen fühlen sich davon überfordert.

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Respekt für die Führung

«Ein agiles Unternehmen bedeutet eine andere Führung. Das Management muss das endlich verstehen und umsetzen.» Falsch! Zeit zum Umdenken.

«WER NICHTS VERÄNDERN WILL, WIRD AUCH DAS VERLIEREN, WAS ER BEWAHREN MÖCHTE.» Gustav Heinemann

Wirksame agile Organisationen basieren auf Werten, die ein neues Miteinander in Unternehmen ermöglichen. Hierin sind insbesondere Werte enthalten, die in Unternehmen mit «Wissensarbeitern» wichtig sind. Einer der agilen Werte ist «Respekt».

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Auf der Spur: Ausbildungspfade

Gezielte Trainings zu agilen Methoden, zur Führung im agilen Umfeld und zur Transition selbst unterstützen den Aufbau der agilen Organisation. Zwar macht die Übung erst den Meister, aber eine solide Basiskenntnis ist Voraussetzung für einen gelungenen Einstieg.

Scrum_Ausbildungspfad

Konflikt: Ja, bitte!

(ABER LASSEN SIE DEN BÄREN WEG.)

Neulich im Projekt …
Wie ein zorniger Bär poltert Max ins Besprechungszimmer und legt los: «Petra, du hast schon wieder deinen Job nicht gemacht! Jetzt fällt mir mein Teil auf die Füße und ich werde mit meiner Arbeit nicht fertig. Und wer hat jetzt mal wieder den schwarzen Peter?! Ich natürlich! Wie immer! Weil du dich einfach nie an Absprachen hältst!»

Max hat Dampf abgelassen und jedem demonstriert, welche Meinung er von Petra hat. Petra reagiert prompt mit trotziger Rechtfertigung. Folge: Die Arbeit ist nicht fertig, Petra redet nicht mehr mit Max, eine unproduktive Stimmung wird ins Team getragen.

Wie kann mein Beitrag als Scrum Master aussehen?

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Der Hänger zum Thema

Hubert Hänger (52) ist seit 12 Jahren Abteilungsleiter im Bereich Softwareentwicklung eines Produkthauses.

Hubert Hänger_Ausschnitt_kleinAgil skalieren? Na prost Mahlzeit.
Ist denn nicht genug damit, dass da schon ein paar Teams «agil» arbeiten – wie man so schön sagt? Was «agil» auch immer heißt. Vor ein paar Monaten ist der Chef-Entwickler aus meiner Abteilung zu mir gekommen. Er meinte, ein paar von den anderen Abteilungen probieren diese «agile» Arbeitsweise aus und ob sie das nicht auch mal machen sollten. Da hat er mich in einer schwachen Stunde erwischt. Ich habe OK gesagt. Und jetzt hab ich den Salat.