Workshop mit Don Reinertsen

In unserem Executive Workshop erfahren Sie von Don Reinertsen alles über die ökonomischen Grundlagen und Effekte agiler Produktentwicklung.

Referent

Don Reinertsen, USA

Beschreibung

Anfängliche Versuche Lean-Methoden in der Produktentwicklung anzuwenden kopierten einfach Verhaltensweisen, die in der Fertigung funktionierten. Das funktioniert nicht  - Entwicklung ist eine völlig andere Domäne. Beseitigung jeglicher Variabilität funktioniert in der Fertigung, jeoch nicht bei der Produktentwicklung, da es hier zur Eliminierung  von Innovationen führt. Die Lean-Produktentwicklung der zweiten Generation verfolgt einen anderen, auf Wissenschaft basierenden Ansatz. Sie beruht auf dem Verständnis der Wirkungsmechanismen und der Quantifizierung von Kompromissen. Es verwendet Ökonomie, Statistik, Warteschlangentheorie und Konzepte des Telekommunikationsnetzdesigns. Dieser Workshop bietet einen Überblick über die wichtigsten Ideen im Bestseller-Buch "The Principles of Product Development Flow: Second Generation Lean Product Development". Wenn Sie mit Lean-Methoden eine schnelle Wirkung erzielen möchten, dann ist dieser Workshop genau richtig für Sie.

Workshop Termin

Workshop Theme

Dieser Workshop bietet einen eintägigen Überblick über die wichtigsten Ideen des Buches "The Principles of Lean Product Development Flow". Der Wokshop konzentriert sich auf praktische Überlegungen zur Verwendung der Ideen des Buches.

1. Verwendung eines ökonomischen Rahmenwerks
Der Schlüssel für rationale Entscheidungen in der Produktentwicklung ist es, alle Auswirkungen auf Zeitplan, Qualität und Kosten in wirtschaftlicher Hinsicht auszudrücken. Wir machen das mit einem ökonomischen Modell. Damit können wir die Verzögerungskosten (Cost of Delay) mit ausreichender Genauigkeit quantifizieren, um schnellere und bessere Entscheidungen treffen zu können.

2. Warteschlangen verwalten
Viele Entwickler betrachten die Produktentwicklung nach wie vor deterministisch, wenn sie davon ausgehen, dass jede Überkapazität Abfall ist. In der Realität benötigen Entwicklungsprozesse Überkapazitäten, um bei notwendiger Variabilität optimal funktionieren zu können. Durch die Betrachtung der Produktentwicklung aus der Perspektive von Queuing Theory können wir viele Einsichten erhalten, wie sie besser verwaltet werden kann.

3. Variabilität verstehen
Für Produktentwickler besteht eine der gefährlichsten Ideen des Lean Manufacturing darin, dass wir die Wirtschaftlichkeit immer optimieren können, indem die Variabilität reduziert wird. In der Produktentwicklung ist Variabilität ein notwendiger Begleiter von Innovationen. Daher müssen Entwicklungsprozesse geschaffen werden, die bei Variabilität eine gute Leistung erbringen. Die Option Pricing Theory gibt uns eine neue Perspektive auf die Rolle der Variabilität bei der Produktentwicklung.

4. Reduzierung der Batch-Size
Eine der besten Methoden zur Reduzierung der Durchlaufzeit in der Produktentwicklung ist die Reduzierung der Batch-Size. Viele Unternehmen verwenden jedoch immer noch mühsame Phased-Gate-Prozesse mit sehr großen Batch-Sizes. Wir verwenden die ökonomische Formel für Batch-Sizes, um die wirtschaftlichen Nachteile zu verstehen, die mit der Verringerung der Stapelgrößen bei der Produktentwicklung verbunden sind.

5. Anwenden von Work-In-Progress-Einschränkungen (WIP)
In Prozessen mit kleinen Stapelgrößen können sich aufgrund der Anhäufung zufälliger Abweichungen noch Warteschlangen bilden. Eine der praktischsten Methoden zum Steuern solcher Warteschlangen ist die Verwendung von WIP-Einschränkungen. Solche Einschränkungen erfordern das Einstellen von Kontrollgrenzen und die Entscheidung, was zu tun ist, wenn das Limit überschritten wird. Die fortgeschrittensten Beispiele für WIP-Einschränkungen finden sich in Telekommunikationsnetzwerken, nicht in Fertigungsprozessen.

6. Takt verwenden
Mit einem Takt können Sie Abläufe in einem Produktentwicklungsprozess glätten und synchronisieren. Auf diese Weise können Sie verhindern, dass Abweichungen zwischen Prozessen gekoppelt werden. Leider steuern die meisten Produktentwickler ihre Prozesse immer noch mit zeitgesteuerter Leistung und nicht mit einem zeitbasierten Takt.

7. Synchronisation und Sequenzierung
Die Synchronisierung kann ein Mittel sein, um die Anhäufung von Abweichungen zu verhindern und Skaleneffekte zu erzielen, ohne große Stapelgrößen zu verwenden. Mit fortschrittlichen Sequenzierungsstrategien wie Weighted Shortest Job First (WSJF) können wir die Kosten für Warteschlangen reduzieren, ohne die Größe der Warteschlangen zu ändern.

8. Schnelles Feedback verwenden
Schnelle Feedback-Schleifen schaffen hervorrangende Möglichkeiten, um den Fluss zu glätten und ein Qualitätsniveau zu erreichen, das weit über das von Prozessen hinausgeht, die versuchen, es beim ersten Mal gleich richtig zu machen. Dies ist eines der wesentlichen Merkmale des Lean Start Up-Ansatzes, der sich schnell in der Produktentwicklung etabliert hat. Wir betrachten die zugrundeliegenden wirtschaftlichen Aspekte, die diese Arbeit bewirken.

9. Dezentrale Steuerung
Schnelle Reaktionen auf eine unsichere Umgebung erfordern eine dezentrale Kontrolle. Dezentrale Kontrolle kann jedoch zu einer Fehlausrichtung führen. Wir betrachten fortschrittliche Methoden, mit denen das Militär eine dezentralisierte Kontrolle erreicht.

Referentenprofil

Don ist der weltweit wichtigste Pionier des Lean Product Development. Er arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Berater mit führenden Unternehmen in der Produktentwicklung und leitet zu diesem Thema seit vielen Jahren Management-Seminare am California Institute of Technology. Donald Reinertsen ist Autor verschiedener Bestseller zum Thema Product Development.

Dauer

1 Tag

Veranstalter

wibas GmbH und KEGON AG

Termin und Veranstaltungort

11.12.2018, von 09:00 - 18:00

wibas GmbH
Otto-Hesse-Straße 19 T9
64293 Darmstadt

Preis

1.145€ zzgl. Mwst.

Firmengruppen (mehrere Teilnehmer von einer Firma) erhalten eine Rabatt von 5%.

Haben Sie Fragen?
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wibas

Management Consultants


+41 41 51122-90

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