Zusammenfassung

Das Projekt mit Hilfe statistischer und anderer quantitativer Techniken führen, um zu bestimmen, ob die Qualitäts- und Prozessleistungsziele des Projekts erfüllt werden oder nicht.

Beschreibung

Mehr zum Ausrichten von Mess- und Analysetätigkeiten und zum Bereitstellen von Messergebnissen steht im Prozessgebiet »Messung und Analyse (MA) (CMMI-DEV)«.


Mehr zu Management der Geschäftsleistung steht im Prozessgebiet
»Organisationsweites Leistungsmanagement«.

Diese spezifische Praktik ist projektbezogen und verwendet mehrere Eingangsgrößen, um vorherzusagen, ob die Qualitäts-und Prozessleistungsziele des Projekts erfüllt werden. Auf der Grundlage dieser Vorhersage werden die Risiken für die Nichteinhaltung der Qualitäts-und Prozessziele dieses Projekts identifiziert und verwaltet und Maßnahmen zur Beseitigung von Mängeln nach Bedarf festgelegt. Wichtige Eingangsgrößen für diese Analyse umfassen die Stabilitäts- und Fähigkeitsdaten der einzelnen Teilprozesse, die aus der vorherigen spezifischen Praktik abgeleitet wurden, sowie Leistungsdaten aus der Überwachung anderer Teilprozesse, der Risiken und des Fortschritts von Lieferanten.

Beispiele für Arbeitsergebnisse



  1. Vorhersagen der zu erzielenden Ergebnisse im Zusammenhang mit den Qualitäts- und Prozessleistungszielen des Projekts
  2. Grafische Darstellungen und tabellarische Daten für andere Teilprozesse, die das quantitative Management unterstützen
  3. Risikobewertung für das Nichterreichen der Qualitäts- und Prozessleistungsziele des Projekts
  4. Erforderliche Maßnahmen, um Mängel beim Erreichen der Projektziele zu beseitigen


Subpraktiken



1. Die Leistung von Teilprozessen regelmäßig überprüfen

Stabilitäts- und Fähigkeitsdaten aus der Überwachung ausgewählter Teilprozesse (wie sie in SP 2.1 beschrieben wird) sind wichtige Eingangsgrößen, um die Gesamtfähigkeit des Projekts zum Erreichen seiner Qualitäts- und Prozessleistungsziele zu verstehen. Außerdem können die wegen ihres Einflusses auf die Projektziele nicht ausgewählten Teilprozesse immer noch Probleme oder Risiken für das Projekt hervorrufen, weshalb auch eine gewisse Überwachung dieser Teilprozesse wünschenswert sein kann. Analytische Techniken mit grafischer Darstellung können sich auch für das Verständnis der Teilprozessleistung als nützlich erweisen.



2. Den Fortschritt von Lieferanten beim Erreichen ihrer Qualitäts- und Prozessleistungsziele überwachen und analysieren



3. Regelmäßig die tatsächlich erreichten Ergebnisse anhand der etablierten Zwischenziele überprüfen und analysieren



4. Den Fortschritt beim Erreichen der Qualitäts- und Prozessleistungsziele des Projekts mit Hilfe von Prozessleistungsmodellen bewerten, die mit Projektdaten kalibriert sind

Prozessleistungsmodelle werden verwendet, um den Fortschritt beim Erreichen der Ziele zu bewerten, der erst in einer zukünftigen Phase des Projektlebenszyklus gemessen werden kann. Bei den Zielen kann es sich um Zwischen- oder um Gesamtziele handeln.

 

Ein Beispiel ist die Verwendung eines Prozessleistungsmodells, um die latenten Fehler in Arbeitsergebnissen zukünftiger Phasen oder im ausgelieferten Produkt vorherzusagen.


Die Kalibrierung von Prozessleistungsmodellen erfolgt auf der Grundlage der Ergebnisse aus der Durchführung der in den vorhergehenden Subpraktiken und spezifischen Praktiken beschriebenen Tätigkeiten.



5. Risiken für das Erreichen der Qualitäts- und Prozessleistungsziele des Projekts erkennen und steuern

Mehr zur Erkennung, Analyse und Abschwächung von Risiken steht im
Prozessgebiet »Risikomanagement (RSKM) (CMMI-DEV)«.

 

Beispiele für Quellen von Risiken umfassen:
  • Teilprozesse mit unzureichender Leistung oder Fähigkeit
  • Lieferanten, die ihre Qualitäts- und Prozessleistungsziele nicht erreichen
  • Mangelnder Einblick in die Fähigkeiten der Lieferanten
  • Ungenauigkeiten in den Prozessleistungsmodellen, die zur Vorhersage der Leistung verwendet werden
  • Unzulänglichkeiten in der vorhergesagten Prozessleistung (geschätzter Fortschritt)
  • Andere erkannte Risiken, die mit erkannten Unzulänglichkeiten verknüpft sind




6. Die Maßnahmen bestimmen und umsetzen, die erforderlich sind, um Unzulänglichkeiten beim Erreichen der Qualitäts- und Prozessleistungsziele des Projekts anzugehen

Der Zweck dieser Subpraktik besteht darin, die richtige Kombination von Maßnahmen, Ressourcen und Terminplänen zu identifizieren und umzusetzen, um das Projekt wieder auf den Weg zum Erreichen seiner Ziele zu bringen.

 

Beispiele der erforderlichen Tätigkeiten, um die Defizite beim Erreichen der Projektziele anzugehen, umfassen:
  • Änderung der Qualitäts- und Prozessleistungsziele, so dass sie sich innerhalb des erwarteten Bereichs des definierten Prozesses für das Projekt befinden
  • Verbessern der Umsetzung des definierten Prozesses für das Projekt
  • Übernahme neuer Teilprozesse und Technologien, die das Potenzial haben, Ziele zu erreichen und die mit ihnen verbundenen Risiken zu managen
  • Identifizierung der Risiken und Risikoabschwächungsstrate gien für Defizite
  • Beendigung des Projekts


Manche Maßnahmen können eine Ursachenanalyse umfassen, was in der nächsten spezifischen Praktik angesprochen wird.

Mehr zur Führung von Korrekturmaßnahmen bis zum Abschluss steht im Prozessgebiet »Projektverfolgung und -Steuerung (PMC) (CMMI-DEV)«.


Wenn Korrekturmaßnahmen zu Änderungen an den Attributen oder Kennzahlen führen, die mit den justierbaren Faktoren eines Prozessleistungsmodells zusammenhängen, kann das Modell verwendet werden, um die Auswirkungen dieser Maßnahmen vorherzusagen. Bei kritischen Korrekturmaßnahmen in Situationen mit hohem Risiko kann ein Prozessleistungsmodell aufgebaut werden, um die Auswirkungen der Änderung vorherzusagen.