Lean Startup

Lean Startup ist eine Vorgehensweise, um Produkte und Dienstleistungen schnell und nahe am Kunden zu entwickeln. Damit gelingt es, früh mit einem Produkt auf den Markt zu kommen, früh Kundenfeedback zu gewinnen, früh Unsicherheit zu reduzieren und das Produkt schnell auf die Zielgerade der Kundenwünsche zu bringen. Lean Startup vermeidet Big Bang Fehlentwicklungen und lange Investitionszeiten ohne Einnahmen.

Was ist Lean Startup?

Diesen Satz hören wir bei unseren Kunden häufig: "Wir haben ein total geiles Produkt. Da haben wir jetzt drei Jahre dran entwickelt. Soll ich euch das mal zeigen? Unser einziges Problem ist: es kauft keiner. Könnt ihr uns helfen?" Wir hätten gerne geholfen. Früher. 

Wie alle agilen Methoden beginnt Lean Startup mit einem erwachsenen Umgang mit Unsicherheit. Statt ein ganzes Produkt auf Hypothesen aufzubauen geht Lean Startup in Inkrementen vor, mit denen Hypothesen (d.h. Produktideen) Stück für Stück bestätigt oder widerlegt werden. Die große Herausforderung liegt dabei nicht in der offensichtlichen Idee des inkrementellen Lieferns an sich, sondern darin, das Produkt in für den Kunden nützliche Inkremente zu teilen.

Darstellung vom Lean Startup Zyklus mit drei Schritten: (1) Hypothesen bilden und MVP erstellen, (2) Produkt verkaufen und Daten erheben, und (3) Lernen und Hypothesen verbessern

Wie ist das Vorgehen von Lean Startup?

Der Zyklus von Lean Startup hat drei Schritte:

  1. Triff Annahmen und realisiere das nächste MVP.
    Jeder Zyklus beginnt mit Produktideen, die - weil es Hypothesen sind - im Markt zu testen sind. Lean Startup setzt eine echte Marktforschung am echten Produkt um - statt eine Marktforschung auf Hypothesen zu basieren. Das Ergebnis der Realisierung ist ein verkaufbares Produktinkrement - im Englischen als Mininum Viable Produkt (MVP) bezeichnet. Bei der Schneidung des Produkts in viele kleine MVPs kommt es dararuf an, frühzeitig einen Return-on-Invest zu erzielen. "Return" umfasst Klarheit über marktentscheidene Hypothesen und Einnahmen.
  2. Verkaufe das Produkt und überprüfe die Hypothesen mit Marktdaten.
    Der entscheidende Punkt am MVP ist, dass das Produkt auch tatsächlich verkauft wird. Ein Beispiel für diese Vorgehensweise ist der Ausbau des Carsharing. Statt Carsharing überall anzubieten, wird der Service erst in einigen Städten angeboten. In Inkrementen wird das Produkt um Städte, Geschäftsgebiete und Dienstleistungen Stück für Stück (d.h. MVP für MVP) erweitert und angepasst.
  3. Lerne aus Ergebnissen und passe Hypothesen und ggf. die Produktvision an
    Mit den Ergebnissen aus der Marktakzeptanz des MVP bekommt man echtes Marktfeedback darüber, welche Produktideen (d.h. Hypothesen) tatsächlich gekauft werden und welche nicht. Mit diesem Feedback werden im dritten Schritt die Produktideen weiter geschärft. Dies bedeutet, dass Produkteigenschaften, die Kunden nicht kaufen, entfernt werden; oder dass Eigenschaften, nach denen Kunden fragen, aufgenommen werden; oder dass Eigenschaften, die beim Ausprobieren gut ankommen weiter ausgebaut werden. Dies kann so weit gehen, dass sich ggf. die gesamte Produktvision ändert - dies wird als Pivot bezeichnet.

Was ist die Herausforderung von Lean Startup?

Die große Kunst bei Lean Startup ist es, die Produktvision in kleine MVPs zu schneiden, die von Kunden gekauft werden. Damit tun sich viele Unternehmen sehr schwer - denn Lean Startup ändert die Entwicklungsreihenfolge von einer entwicklungsgetriebenen Innensicht ("Can it be build?") auf eine marktgetriebene Außensicht ("Should it be build?"). Die Frage ist nicht: in welcher Reihenfolge ist die Entwicklung von Prokuteigenschaften praktisch. Die Frage ist vielmehr: was bringt dem Kunden Nutzen - und wie kann man das in kleinen Schritten liefern? Diese Paradigmenänderung fordert nicht nur das Produktmanagement, sondern ebenso die technische Umsetzung heraus. Der Nutzen: kürzeste Innoivationszeiten, wenig auf lange Zeit gebundenes Kapital, und letztendlich begeisternde Produkte.

Was ist sonst noch wichtig bei Lean Startup?

Lean Startup Zyklen können gut mit Scrum realisiert werden.

Übrigens: mit "Startup" ist nicht ein Startup-Unternehmen gemeint, sondern der "Startup" eines neues Produkts. Falls Sie also in einem Großunternehmen arbeiten: ja, auch für Ihre Produkte ist Lean Startup nützlich.

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