Ein Team in einem Büro, Menschen gehen davor vorbei, mit Bewegungsunschärfe
Q&A

Was ist eine Retrospektive?

This is an abstract.

Im agilen Kontext ist eine Retrospektive ein - oft regelmäßiges - Teamtreffen, das mit dem Ziel abgehalten wird, auf die jüngste Zusammenarbeit zurückzuschauen. Diese wird analysiert und es werden Maßnahmen abgeleitet, mit dem Ziel, die Arbeitsweise kontinuierlich zu verbessern.

Genauer:

Der Zweck der Retrospektive ist es, Wege zur Steigerung von Effektivität und Qualität zu planen. Das Team überprüft, wie die letzten Wochen der Zusammenarbeit in Bezug auf Individuen, Prozesse und Werkzeuge verlief. Das Team bespricht, was bei diesen Punkten gut gelaufen ist, auf welche Probleme sie gestoßen sind und wie diese Probleme gelöst wurden (oder was zu einer Lösung noch fehlt).


In vielen agilen Frameworks haben Retrospektiven einen festen Platz und werden in einem regelmäßigen Takt durchgeführt. Die Retrospektive ist beispielsweise in Scrum fester Bestandteil der Scrum Events und findet einmal pro Sprintzyklus statt (also mindestens einmal im Monat). Mit dem getakteten, retrospektiven Blick auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die auftretenden Probleme wird versucht, die erkannten Hindernisse frühzeitig zu identifizieren und bereits in einem Frühstadium zu adressieren: Im Gegensatz zu lediglich einer einzelnen „Lessons learned Session“ nach einem Projektabschluss.

Was zeichnet gute Retrospektiven aus?


Die Retrospektive findet regelmäßig statt. 

Den Nutzen entfaltet dieses Event im Team insbesondere durch seine Regelmäßigkeit und den aktuellen Bezug auf die gerade vergangene Zusammenarbeit. 


Retrospektiven haben ein konkretes Ergebnis.

Eines der häufigsten Missverständnisse in Bezug auf Retrospektiven begegnet uns häufig in der Praxis: Retrospektiven sind keine kollektiven Klagerunden. Sie haben mindestens ein konkretes Ergebnis in Form eines committeten Verbesserungsvorschlages oder ein Experiment, welches durch das Team ausprobiert und evaluiert wird.

Retrospektiven folgen einer Struktur.

In der Praxis hat sich für die Durchführung von Retrospektiven ein bewährtes Muster etabliert: 1) Ankommen und Rahmen schaffen. 2) Daten sammeln: Was ist seit der letzten Retrospektive gut oder nicht erwartungsgemäß gelaufen? 3) Einsichten gewinnen: Warum treten diese Probleme auf? Was waren die Gründe, warum etwas besonders gut lief? 4) Maßnahmen beschließen: Es werden konkrete Verbesserungsvorschläge formuliert und alle oder eine Auswahl vom Team committet.

Retrospektiven sind abwechslungsreich.

Die oben genannten Punkte liefern eine Art übergeordneten Leitfaden für die Retrospektive. Gleichzeitig bieten sie die methodische Freiheit, wie diese Struktur gestaltet werden kann. Gute Anregungen und Ideen für die methodische Gestaltung von Retrospektiven finden sich unter: www.retromat.org

Retrospektiven haben eine Vorbereitung und eine Moderation.

Die Vorbereitung von guten und Mehrwert stiftenden Retrospektiven kostet Zeit. Diese Vorbereitung sollte im Vorfeld eingeplant werden. Eine Moderation innerhalb der Retrospektive hilft dabei, in der Struktur zu bleiben und zu einem Ergebnis zu kommen. Gleichzeitig eröffnet eine Moderation für die Teilnehmenden die Freiheit, sich ganz auf den Inhalt zu konzentrieren und sich nicht noch zusätzlich auf das Einhalten eines bestimmten Zeitslots konzentrieren zu müssen.

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