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Agilität in der HR

Scrum, ein ewiges Thema in der Software-Entwicklung… Aber ging es in „The New New Product Development Game“ nicht eigentlich um Hardware? Und gerüchteweise werden agile Frameworks neuerdings auch in Prozessen abseits der Produktentwicklung, wie im Vertrieb und Marketing oder in Human Resources (HR) genutzt… Aber wie kommt es dazu?

Menschen, die Organisationen entwickeln, verfolgen die Trends in diesem Bereich

Natürlich; nicht jeder, der heute im Marketing arbeitet nutzt zwangsweise facebook, twitter, Instagram und Snapchat parallel; dennoch ist die Affinität hier, sagen wir mal, ‚etwas höher’. Ähnlich verhält es sich mit modernen Arbeitsmethoden im Bereich „Human Resources und Organisationsentwicklung“. Themen wie „New Work“ oder Agilität tauchen dort relativ früh auf und werden mit Interesse verfolgt. Das hat auch einen ganz praktischen Grund:

Die HR operiert im Windschatten agiler Produktentwicklung

Während agile Methoden in der Produktentwicklung eingeführt werden, stellt das Prinzip der Ermächtigung & Selbstorganisation die Human Resources vor neue Herausforderungen:

Wie funktioniert das mit dem heute weisungsbefugten Chef? Soll das der Scrum Master werden? Oder doch der Product Owner? Oder doch jemand außerhalb des Teams? Wie funktioniert das mit der Urlaubsregelung? Was macht das mit unseren schönen Karrieremodellen im Unternehmen? Und wie machen wir das jetzt mit den Boni? – Bei vielen Fragen, die im Zuge der Selbstorganisation auftreten, ist die HR die erste Abteilung außerhalb der Produktentwicklung, die mit der neu entdeckten Agilität in Berührung kommt.

Eine Herausforderung aus der Produktentwicklung gibt es zudem auch für die HR:

Der Wettbewerbsdruck steigt

Um für besonders gute Bewerber attraktiv zu sein, reicht es mitunter nicht mehr aus, flexible Arbeitszeiten oder einen gratis Obstkorb anzubieten. Unternehmen denken Teile ihres Bewerbungsprozesses daher neu, um an der Vielzahl an ausgeschriebenen Stellen bereits auf den ersten Blick einen besonderen Eindruck zu hinterlassen.

Manche Unternehmen wie Google oder ein britischer Geheimdienst lassen sich zu besonders kreativen Lösungen hinreißen, um die für sie passendsten Bewerber zu finden: Potenzielle Mitarbeiter werden vor kreative und knifflige Herausforderungen gestellt – ein praktischer Weg, um beiden Seiten ein Bild zu geben, was sie vom jeweiligen gegenüber erwartet.

Wie kann Agilität in der HR funktionieren?

Das ist – wie auch in der Produktentwicklung – eine Frage des Zwecks und daher nicht pauschal beantwortbar. Was funktionieren kann, sind gezielte Experimente, aus denen Erfahrungen gewonnen werden und gelernt werden kann. Ein paar Beispiele:

  • Auf der Solutions Hamburg  erarbeiten Teilnehmer im Rahmen eines Design Thinking Workshops Hypothesen, wie Teile des Bewerbungsprozesses neu gedacht werden können. Sie generieren dabei Ideen, entwickeln Prototypen und holen sich Feedback von Messeteilnehmern.
  • Bei Stellenausschreibungen nutzen wir agile Techniken:
    Um zu verhindern, dass wir im Motivationsschreiben die halbe Stellenanzeige wiederholen, schreiben wir in unsere aktuellen Stellenanzeigen User Storys. Durch eine knappe Beschreibung wen wir suchen, und welche Ziele wir gemeinsam mit potenziellen neuen Kollegen erreichen wollen, laden wir den Bewerber ein uns dazustellen, was er mitbringt, ohne beim öffnen eines Motivationsschreibens die Hälfte der gesuchten Keywords postwendend als persönliche Qualifikationen um die Ohren gehauen zu bekommen. Im Gegenteil: Die Art des Dialogs der hier entsteht, verrät beiden Seiten abseits der Informationsebene schon recht viel über das jeweilige Gegenüber.
  • Kollegen eines crossfunktionalen Teams, das aus HR und Teammitgliedern des suchenden agilen Bereichs besteht, ziehen sich Bewerber aus dem Backlog und begleiten die Bewerbung durch den ganzen Kanban-Prozess. Prozessverantwortlich bleibt die HR – hier läuft die Koordination und hier laufen die Fäden zusammen.

Natürlich geht es bei diesen Experimenten in erster Linie um die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit. Mindestens genauso wichtig ist es darüber hinaus, dass die Menschen die Organisationen entwickeln sollen, die Synergien agiler Arbeitsmethoden dabei auch selbst erleben.

Na dann – auf geht’s! Alles neu! Alles agil!

Naja; lassen wir die Kirche im Dorf! Ein radikaler Wechsel in Arbeitsweise und –kultur war noch nie die beste Idee. Und der Gedanke ein arbeitsrechtliches Dokument wie eine schriftliche Abmahnung über ein weisungsbefugtes cross-funktionales Team zu bekommen, wirkt ziemlich schräg. Um ein Gefühl für agile Arbeitsweisen zu kriegen ist es nützlich die Methodiken zu verstehen und selbst Erfahrungen zu machen: Startet erste Experimente!

Verkauf und Implementierung einer Innovation in der Praxis

Wir haben eine Idee, potentielle Kunden und zahlungskräftige Investoren. Wir gehen live und die ersten Kunden sind begeistert. Die Kundenzahl wächst, die Kosten steigen, doch die Umsätze bleiben aus. Warum fliegt die Idee nicht? Mit dieser Frage beschäftigen sich Startups und gestandene Unternehmen. Verkauf und Implementierung einer Innovation in der Praxis weiterlesen

Social Recruiting & Design Thinking

Wie schaffen wir es als Unternehmen eine Marke aufzubauen, die unsere Wunschbewerber anzieht? Dabei müssen sowohl Fachbereiche als auch HR und Marketing an einem Strang ziehen. Anna Rudat und Lothar Fischmann haben sich gemeinsam mit den Workshop Teilnehmern der solutions.hamburg auf die Suche nach innovativen Lösungen gemacht und dafür Design Thinking eingesetzt. Denn Design Thinking hilft bei konkreten Herausforderungen die best mögliche Lösung zu finden. In diesem Workshop lautete die Frage, wie erreichen wir mit Hilfe von Social Recruiting die wirklich richtigen Bewerber?

Die Problemstellung

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Das Märchen von der Digitalen Transformation: Was braucht es wirklich?

Märchenstunde mit Oliver Nößler:

Es war einmal die digitale Transformation. Mit der Hilfe von 4 Thesen geht Oliver Nößler in seinem Vortrag auf der solutions.hamburg dem Märchen der Digitalen Transformation auf den Grund und gibt damit einen Denkanstoß: Vielleicht ist der Begriff „Transformation“ in Zusammenhang mit Digitalisierung komplett fehl am Platz. Das Märchen von der Digitalen Transformation: Was braucht es wirklich? weiterlesen

Gute Produkte entstehen außerhalb des Büros

Nichts wissen macht nichts. Nichts dazulernen schon. Daher sind sogenannte Learnings ein signifikanter Erfolgsfaktor einer Unternehmung. Genau das thematisierte Andreas Edler in seinem Vortrag auf der solutions.hamburg im wibas Track.

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Flipcharts eines Agilisten: Sequentiell vs. Agile

Wozu brauche ich das Flipchart?

Es gehört zum Basiswissen eines Agilisten die grundlegenden Aspekte sequentieller Methoden von denen der agilen abgrenzen zu können. Dies ist insbesondere bei der Einführung agiler Ansätze in Organisationen notwendig, in denen noch bzw. parallel auch sequentielle Arbeitsweisen im Einsatz sind. Hier zu vermitteln worin die Unterschiede bestehen und was durch diese adressiert wird, ist ein erster wichtiger Schritt um Menschen auf den Weg in eine agile Arbeitswelt abzuholen. Flipcharts eines Agilisten: Sequentiell vs. Agile weiterlesen

Flipcharts eines Agilisten: Scrum Flow

 

Wozu brauche ich das Flipchart?

Der Scrum Flow wird gerne genutzt, um Scrum-Einsteigern einen Überblich zu geben und die Rollen, Events und Artefakte im Scrum-Vokabular erstmals anzusprechen. Auf diese Weise kann auch schon in aller Kürze gezeigt werden, dass auch bei dieser Art agil zu arbeiten nicht einfach „alles in Bewegung“ ist oder Arbeit beliebig auf Zuruf funktioniert – sondern sehr klar strukturiert ist.
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Flipcharts eines Agilisten: Agiler Eisberg

Wozu brauche ich das Flipchart?

Bei der Einführung agiler bzw. schlanker Vorgehensweisen stehen die Rahmenwerke (z. B. Scrum, Kanban) und Praktiken (z. B. Boards, Burn Downs, User Story) oft sehr prominent im Mittelpunkt. Dass es sich bei solch einer Einführung jedoch auch ganz wesentlich um Kultur dreht, geht hierbei oft verloren. Dabei ist gerade das kulturelle Verständnis der Garant für eine erfolgreiche und nachhaltige Einführung moderner Arbeitsweisen. Das Flipchart positioniert diese kulturellen Aspekte als Fundament und verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen der Arbeits- und Kulturebene. Flipcharts eines Agilisten: Agiler Eisberg weiterlesen

DIN/EN Frühstückstisch

(ursprüngliches Foto von Jonas Ginter, www.jonasginter.de)

Schafft eine Norm für das Frühtücksgedeck!

Kennt Ihr das? Noch halb schlaftrunken gehe ich morgens ans Frühstücksbuffet im Hotel, zapfe mir mein Aufwachgetränk, setze mich an einen freien Tisch – möglichst ohne vom Geflirre des N24-Sensationsstroms auf Großbildfernsehern irritiert zu werden – und stelle fest, dass nur die Hälfte des Werkzeugs auf dem Tisch liegt. In diesem Hotel ist es nämlich offenbar üblich, DIN/EN Frühstückstisch weiterlesen

Flipcharts eines Agilisten: INVEST

Wozu brauche ich dieses Flipchart?

Häufig fragen Teams, Product Owner oder Stakeholder „Was sind denn eigentlich Eigenschaften eines guten Product Backlog Items?“ Bei der Beantwortung dieser Fragen, kann das Akronym INVEST als Gedächtnisstütze weiterhelfen. INVEST kommt aus dem Englischen und steht für Independent, Negotiable, Valuable, Estimated und Tested. Im einzelnen ist damit folgendes gemeint.
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