Archiv der Kategorie: Kanban

Leitfaden zum Aufsetzen eines Kanban

E-T-A setzt seit Jahren Lean in der Produktion ein – und erweitert ihr Können um Agilität. Im Rahmen unserer gemeinsamen Arbeit bei der agilen Transformation treffen sich E-T-A und wibas Kollegen, um gemeinsam an der Etablierung agiler Techniken und agilen Denkens zu arbeiten. Gestern saßen Stefanie und Katja von E-T-A mit drei wibas Kollegen Rafael, Daniel und Malte zusammen. Unsere Fragestellung war: „Wie setzen wir Arbeit mit dem Kanban Framework in einem Team auf?“ Dafür haben wir einen Coach-Leitfaden entwickelt, den wir hier mit euch teilen. Das ist unser System Thinking Approach to Introducing Kanban (STATIK).

Leitfaden zum Aufsetzen eines Kanban weiterlesen

Über Design Thinking, Scrum, Kanban und Maslows Hammer.

Ich wurde vor kurzem gefragt, welches (Skalierungs-) Framework mir am Liebsten ist. Zugegeben: Im Kontext des Gesprächs war es ganz eindeutig eher eine rhetorische Frage. Trotzdem erinnert mich die Frage an die Zeit, in der man Basketball-Karten oder Panini-Sticker gesammelt hat. Statt „Michael Jorden oder Charles Barkley“ heißt es heute eben nur „Craig Larman, Dean Leffingwell oder Henrik Kniberg“?

Bei den Skalierungsframeworks haben sich die meisten Unternehmen heute schon auf ihr favorisiertes Modell geeinigt. In einem anderen Bereich sehen wir da noch mehr Varianz: Design Thinking. Über Design Thinking, Scrum, Kanban und Maslows Hammer. weiterlesen

Kanban – die verborgene Kunst hinter den Boards voller Zettel

Das klassische Kanban Board, welches Arbeit in Spalten visualisiert ist inzwischen vielerorts bekannt. Aber hinter diesem Board steckt mehr als das, was auf den ersten Blick ersichtlich ist. Kanban ist ein Framework, welches Teams hilft Transparenz im Team zu erhöhen, Bottlenecks zu erkennen, Durchlaufzeiten zu verkürzen, und Zusammenarbeit und Prozesse kontinuierlich zu verbessern.

Um zu verstehen, wie das funktioniert, lohnt sich ein Blick auf die Praktiken. Kanban – die verborgene Kunst hinter den Boards voller Zettel weiterlesen

Shu Ha Ri – Lernen in Stufen

Auf einigen agilen Kongressen oder User Groups mag es dir schon mal begegnet sein dieses Shu-Ha-Ri. Aber was ist das eigentlich? Warum verwendet die agile Community diese komischen Wörter? Das wollen wir uns in diesem Artikel mal genauer anschauen.

Die Stufen des Lernens

Was ist Shu Ha Ri eigentlich?

Shu Ha Ri ist ein Konzept aus der asiatischen Kampfkunst, es wird unter anderem im Karate verwendet. Es beschreibt die unterschiedlichen Lernstufen und heißt im sportlichen Kontext so viel wie Erlernen – Üben – Anwenden. Das Konzept soll auf den Japaner Kawakami Fuhaku (1719-1807) zurückgehen.

Shu, der Lernende gehorcht den Regeln und erlernt diese.
Shu
Die erste Lernstufe heißt „Shu“ und bedeutet die Regeln zu lernen, zu gehorchen und zu kopieren – also die Regeln selber genau so nachzumachen. Stell dir einfach einen asiatischen Kampffilm vor. Ein kleiner Jung kommt in das Kloster der Mönche und will die hohe Kampfkunst erlernen. Seine Großmeister zeigen ihm die Bewegungsabläufe, korrigieren falsche Körperhaltungen und lassen den Jungen die Bewegungen wiederholen. In dieser Phase gehorcht der Junge als Lernender seinen Großmeistern.

Shu Ha Ri – Lernen in Stufen weiterlesen

Agile Mythen: Agilität löst alle meine Probleme

 Agilität – Lösung für alle Probleme: Wir laufen nicht mehr über Projektzeiten und -budget, unsere Kunden sind immer zufrieden mit dem Ergebnis unserer Arbeit und wir arbeiten erfüllt und motiviert. Die agilen Methoden werden gern als Weg zu solchen Ergebnissen gesehen. Aber gibt es so ein Wundermittel überhaupt? Eines ist sicher, auch für diese Nachfrage gibt es einen Markt.
Agilität als Kultur

Agilität gibt vor allem eins mit an die Hand, eine Kultur mit Werten und Prinzipien, die ein Unternehmen von Grund auf verändern kann, wenn man sich darauf einlässt. Agile Mythen: Agilität löst alle meine Probleme weiterlesen

Flipcharts eines Agilisten: Historie zu Agile & Lean

Flipchart zur Erzählung

Wozu brauche ich dieses Flipchart?

Als Agilist wirst du im Laufe deiner Karriere immer wieder nach Herkunft und Hintergründen der agilen und schlanken Methoden gefragt. Dies kann im Kontext von Trainings passieren oder durch Mitglieder eines Teams das du zum Beispiel als Scrum Master betreust. Dieser Artikel erläutert die Historie zu den einzelnen Ansätzen, damit du als Agilist in diesem Situationen mit Wissen aufwarten und die Zusammenhänge von agil und lean erklären kannst. Flipcharts eines Agilisten: Historie zu Agile & Lean weiterlesen

Kanban – Ein Erfahrungsbericht

Bis 2016 hatten wir bei wibas immer zwei Teams: unser One Team und das Consultant Team. Im letzten Jahr haben wir uns entschlossen ein weiteres Team aufzubauen, unser Service Team, um so unser One Team zu entlasten. Wie unser Service Team arbeitet, was es auf den Weg zu Selbstorganisation gelernt hat und welche Herausforderungen das Team hatte, haben mir Sadie und Alex in einem kurzem Interview geschildert.

Anna:
Hallo liebes Service Team,
Erst mal danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, um mit mir über eure Erfahrungen als Kanban Team zu sprechen.
Könnt ihr einmal kurz schildern was ihr genau tut?
Sadie:
Wir arbeiten als eigenverantwortliches Team und sind für die Schulungsorganisation zuständig.
Alex:
Genau, als Service Team organisieren wir nach einem Kauf die Schulungen. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit unserem Kunden und natürlich auch unseren Trainern. Wir holen alle Infos für unsere Trainer ein und sorgen dafür, dass sie das benötigte Material am Ort der Schulung vorfinden.

Anna:
Warum verwendet ihr Kanban?
Alex:
Am Anfang nutzten wir Kanban als neu zusammengewürfeltes, aber selbstorganisierendes Team, um die uns aufgetragenen Prozesse besser zu verstehen und zu verinnerlichen. Heute nutzen wir Kanban, um unseren Workflow zu visualisieren und um effizienter zu werden. Durch Kanban können wir schnell erkennen, wo Engpässe entstehen und können so auf spontane oder schwierige Situationen reagieren.
Sadie:
In unserem Team können alle alles bearbeiten. Es ist so, dass oft mehrere von uns an der Organisation einer Schulung beteiligt sind. Das ist wichtig, damit der Prozess nicht stehen bleibt, denn wir sind ja nicht jeden Tag da. Es ist also notwendig, dass unsere Arbeit so transparent wie möglich ist. Somit können wir nachvollziehen, was der Stand der Dinge ist.

Kanban – Ein Erfahrungsbericht weiterlesen

Agile Mythen: Agile Teams dokumentieren nicht

Spätestens wenn wir im Rahmen einer Schulung bei Kunden das Agile Manifest vorstellen und den Punkt „Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation“ vorstellen geht das Geraune durch die Schulungsteilnehmer. Sätze wie „Cool, wenn ich Scrum mache, muss ich ja nicht mehr dokumentieren“, bis hin zu „Ich habe doch gleich gesagt, dass dieses agil nicht funktionieren kann, wenn die nicht mal dokumentieren“ schallen einem da als Trainier entgegen.

Agiles Manifest

Genau wegen diesen gefährlichen Aussagen, die ich als gefährliches Halbwissen bezeichne, nehme ich mir jetzt die Zeit ausführlich auf das Agile Manifest einzugehen. Denn ich möchte klarstellen, dass der Satzteil auf der rechten Seite wichtig ist, der Satzteil auf der linken Seite nur als wichtiger angesehen wird.

Definition of Done hilft weiter

Definition of Done

Tatsache ist, dass auch im agilen Umfeld ausführlich dokumentiert wird.

Gerade beim Einsatz von Scrum kann man die notwendige Dokumentation sehr gut zum Beispiel über die Definition of Done (DoD) festlegen:

  • Was brauchen wir an Dokumentation?
  • Wo legen wir das ab?

Agile Mythen: Agile Teams dokumentieren nicht weiterlesen