Flipcharts eines Agilisten: INVEST

Wozu brauche ich dieses Flipchart?

Häufig fragen Teams, Product Owner oder Stakeholder „Was sind denn eigentlich Eigenschaften eines guten Product Backlog Items?“ Bei der Beantwortung dieser Fragen, kann das Akronym INVEST als Gedächtnisstütze weiterhelfen. INVEST kommt aus dem Englischen und steht für Independent, Negotiable, Valuable, Estimated und Tested. Im einzelnen ist damit folgendes gemeint.

I – Independent

Um Product Backlog Items inkrementel umzusetzen müssen sie so gewählt sein, dass sie unabhängig zu einander sind. Sind viele Product Backlog Items abhängig zu einander, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Product Backlog Items horizontal, wie im Wasserfall, geschnitten sind und nicht vertikal, was eine inkrementelle Auslieferung ermöglicht.

N – Negotiable

Negotiable steht für eine Einladung zur Konversation, um zu verstehen was umgesetzt werden soll, warum dies sinnvoll ist und wie es auf die Produkt Vision einzahlt. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass wir so lange über Product Backlog Items sprechen und diese Anpassen, bis sie in den Sprint gezogen wurden.

V – Valuable

Jedes Product Backlog Item sollte auf die Umsetzung der Produktvision einzahlen oder in anderen Worten, es sollte Mehrwert für das Produkt generieren. Hier hilft es zu fragen: „Warum brauchen wir dieses Produkt Backlog Item?“ oder „Wie zählt es genau auf unsere Produktvision ein?“

E – Estimated

Der Produkt Backlog Item wird vom Development Team geschätzt. Um einen Produkt Backlog Item schätzen zu können, muss das Development Team verstehen, was gewollt ist (hier greift das N für Negotiable) und gemeinsam einen Schätzwert abgeben.

S – Small

Small gilt vor allem für Product Backlog Items die weiter oben im Backlog stehen. Diese sollten so klein sein, das sie in einem Sprint umgesetzt werden können. Der Schätzwert vom Team ist ein Indikator dafür, wann ein Item klein genug für einen Sprint ist.

T – Testable

Umgesetzte Produkt Backlog Items sollten als fertig akzeptiert werden, um dies sicher zu stellen müssen Product Owner und Development Team verstehen, unter welchen Kriterien der Stakeholder das Produkt Backlog Item akzeptiert. Diese Kriterien sollten gemeinsam vor der Umsetzung vereinbart und dokumentiert werden, oft bezeichnet man sie auch als Akzeptanzkriterien. Anhand dieser Kriterien, kann das Development Team das Produkt Backlog Item testen.

Fazit

Grundsätzlich stehen die letzten drei Kriterien, Estimatable, Small und Testable als Indikatoren dafür, wann ein Produkt Backlog Item bereit (ready) für einen Sprint ist. Bei vielen Scrum Teams findet man diese Kriterien auch in der Definition of Ready wieder.

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