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Skalierung konkret: Direkt anfangen

Man kann Skalierung so lange diskutieren, bis das Thema so komplex ist, dass niemand anfangen will. Man kann auch einfach loslegen. So geht‘s.

Am Anfang steht die Idee, agil zu skalieren.
Der erste Schritt ist eine Potentialanalyse. Hier wird analysiert, wo die Organisation steht (Status Quo) und wie weit sie vom Zielbild der agilen skalierten Organisation entfernt ist. Dies schließt eine Analyse der Veränderungskultur und der Glaubensgrundsätze der Organisation ein. Dieser Schritt beantwortet die Frage, welche Potentiale in agiler Skalierung für eine Organisation liegen und was der erwartete Nutzen ist.

Der zweite Schritt ist die Systemgestaltung.
Die Leitfrage lautet: «Wie stellen wir uns die agile Organisation vor?» Das Ergebnis ist ein Zielbildentwurf. Um dies zu entwerfen hilft ein Verständnis der agilen Skalierungsprinzipien. Auch Modelle wie SAFe oder LeSS können helfen. Die Systemgestaltung trägt dazu bei, dass sich die Organisation das Ziel vorstellen kann. Dieser Entwurf wird sich während der konkreten Ausgestaltung der Skalierung fortlaufend weiterentwickeln. Aus dem Status Quo und dem Zielbild wird ein erster Entwurf grober Schritte in Richtung Ziel gestaltet.

In eine Reihenfolge gebracht ist diese Anforderungsliste ein «Scaled Agile Change Backlog». Für den nächsten Veränderungssprint liefert es konkrete Schritte, während weitere Schritte eher grob definiert sind. So kann die Organisationsentwicklung peu à peu beginnen.

Zu jedem Schritt gehört:

  1. Fragen, wo sich in der Organisation Komplexität reduzieren lässt
  2. Ein konkretes Ergebnis in Richtung skalierter agiler Organisation schaffen
  3. Aus den Erfahrungen der konkreten Veränderung den Skalierungsentwurf und weitere Schritte überprüfen und anpassen
  4. Aus der Erfahrung mit dem Veränderungsprozess diesen selbst überprüfen und anpassen

Es ist gut, wenn diese Schritte eher klein sind und häufiger gemacht werden, da so die Organisation schneller lernt und damit schneller «vorwärts» kommt. Darüber hinaus ist es nützlich, in größeren Abständen die Erreichung größerer Ziele zu überprüfen. So kann man feststellen, ob die Transformation bezüglich der «großen» Ziele wirksam ist und welche weiteren Potentiale existieren.

Dieser Text ist aus dem wibas Kundenmagazin.

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