Agil Führen: Gute und schlechte Bücher

Bücher zu „Agil Führen“ sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Wir haben einige gelesen und sagen, was wir im Bücherschrank behalten haben und was wir zurückschicken.

Stephen Denning: Radical Management

„Radical“ meint gründlich und konsequent (und nicht revolutionär). Inhaltlich stimmen wir Stephan zu, wir finden es ist aber zu viel Text und zu wenig Innovatives. Außerdem vermissen wir eine saubere Abgrenzung zum „klassischen“ Management und eine klare inhaltliche Struktur. Fazit: Das Buch ist richtig, aber der Nutzen versus Leseaufwand ist nicht sonderlich hoch. Wir lassen es trotzdem im Bücherschrank.

Pamela Meyer: Agility Shift

Irgendwie steht im Buch nichts Falsches, aber wir finden es viel zu deskriptiv, abstrakt und theoretisch.  Uns reicht das Buch nicht aus, um mit etwas Neuem anzufangen. Wir vermuten, dass der Autorin die konkrete agile Arbeitserfahrung fehlt. Fazit: Zurückschicken.

Amanda Setli: The Agility Advantage

Das Buch bleibt abstrakt und theoretisch und findet keinen Anschluss an konkrete Methoden. Wir sehen hier keinen Mehrwert. Fazit: Zurückschicken.

Michael Hugos: Business Agility

Wir sehen hier die Spitze vom Eisberg der Agilität, aber das Buch vermittelt keine Ahnung wie das funktionieren soll. Man sieht, dass die agile Organisation besser läuft, wir bekommen aber keine Handlungsempfehlungen. Das lohnt sich nicht, finden wir. Fazit: Zurückschicken.

Bernd Oestereich, Claudia Schröder: Das kollegial geführte Unternehmen

Das Buch hat viel Text und ist klein gedruckt. Inhaltlich ist es aber gut lesbar, sinnvoll bebildert, kompakt und konkret. Der Inhalt wurde offenbar von jemandem geschrieben, der sich selbst mit Agilität und Selbstorganisation intensiv auseinandergesetzt hat. Fazit: Behalten. Wir stellen es sogar in unsere Auslage.

Svenja Hofert: Agiler Führen

Das Buch liest sich wie zusammengegoogelter Inhalt. Es ist eine verquere Ansammlung von Methoden, Techniken und Frameworks. Wir vermissen neu gezogene Schlüsse. Wir sind schon fast genervt. Hartes Fazit: unbrauchbar, zurückschicken.

Studie vom „Forum Gute Führung“: Führungskultur im Wandel

Die Studie fasst auf wenigen Seiten Notwendigkeit und Dringlichkeit des Wandels gut zusammen. Der belegte Appell für New Work. Fazit: wir stellen es in unsere Auslage.

Jim Benson: Personal Kanban

Eigentlich ist es egal, welches Buch man zu Personal Kanban nimmt: wer Agilität vorleben will kommt um Personal Kanban nicht herum. Daher braucht das jede agile Führungskraft. Wer das nicht macht sollte gar nicht erst über Agilität reden. Fazit: Behalten.

Boris Gloger, Dieter Rösner:  Selbstorganisation braucht Führung

Wir finden viel Bekanntes und wenig Neues. Das Buch wirkt willkürlich zusammengestellt, so wie eine ausformulierte MindMap. Es ist nichts wirklich falsch, aber es ist zu mühsam, die wenigen nützlichen Sätze zu finden. Fazit: Zurückschicken

Jürgen Appelo: Management 3.0 + Workout

Uns gefällt das Workout Buch viel besser als Management 3.0: es ist schöner, kompakter und gut nutzbar. Das Buch Management 3.0 ist zu viel Text. Es ist eine Sammlung von Blogtexten — und so liest es sich auch. Fazit: Das Workout Buch stellen wir in unsere Auslage, das Management 3.0 stellen wir zurück in die Bibliothek.

Eric Ries: The Lean Startup

Wir sind ja manchmal hart in unseren Ansichten. Wir meinen: so selbstverständlich wie eine agile Führungskraft für sich Personal Kanban nutzen sollte, so selbstverständlich sollte sie das Geschäftsmodell an Lean Startup orientieren. Ansonsten hat sie Agilität nicht verstanden. Wir finden, dass das Buch wichtig aber zu lang für den Inhalt ist. Fazit: auf Grund seiner Grundlagenbedeutung stellen wir es in unsere Auslage, trotz der Bleiwüste.

#und #du?

Was hast du behalten und zurückgeschickt? Wir freuen uns, wenn ihr den Blogbeitrag um Bücher ergänzt.

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