Gesunder Change trotz Höhen und Tiefen – Geht das?

 In unseren Unternehmen ist Veränderung an der Tagesordnung.iStock_000019193142_Ausschnitt_klein

Verkleidet in unterschiedlichste Titel werden Um- strukturierungen, andere Arbeitsweisen sowie neue Werkzeuge an die Mitarbeiter herangetragen und in vorgesehener Frist «umgesetzt». Der Strom angeordneter Veränderungen reißt gar nicht mehr ab, und immer mehr Menschen fühlen sich davon überfordert.

Die Zunahme psychischer und psychosomatischer Krankheiten kann dafür als Indiz gelten. Verschiedene Studien gehen der Frage nach, wie ein an der Gesundheit der Mitarbeiter orientierter Veränderungsprozess aussehen kann. So kommt die Studie «InVest» des Instituts für angewandte Innovationsforschung e.V. in Bochum zu dem Schluss, dass das Vertrauen die wesentliche Ressource nachhaltigen Wandels ist.

Mitarbeiter, die den Sinn einer Veränderung sehen und Vertrauen in die direkten Vorgesetzten und ins Top Management haben, bleiben eher gesund. Vitale Erschöpfung folgt vor allem auf Vertrauensverlust.

Die Studienergebnisse des Dortmunder Forschungsbüros für Arbeit, Prävention und Politik deuten darauf hin, dass die Gesundheitskompetenz der Führungskräfte wesentlich ist. Worin besteht diese Kompetenz? Sie beginnt mit der Fähigkeit, gut zu führen. Durch die Beteiligung der Betroffenen im Wandel und mit früher Erkennung von Belastungen kann Gesundheit im Change verankert werden. Scrum wird als eine Vorgehensweise aufgeführt, die durch ihre Menschenfokussierung und die Förderung der Selbstorganisation einen guten Rahmen für gesundes Arbeiten bietet.

Das Netzwerk achtsames Wirtschaften geht der Frage nach, wie die aus der buddhistischen Tradition stammende Achtsamkeit in wirtschaftlichen Organisationen gelebt werden kann. Die gesundsheitsfördernde Wirkung von Entspannungs- und Meditationsübungen für den Einzelnen sind kaum umstritten.

Wie aber fügt man Kostendruck und Effizienzstreben einerseits und die Forderung des im-Augenblick-Innehaltens andererseits zu
einer «Organisationalen Achtsamkeit» zusammen? Ein Gestaltungskonzept gibt es – auf die Erkenntnisse darf man gespannt sein.

Der Mensch rückt mehr in den Fokus – das ist die gute Nachricht in der derzeitigen Entwicklung in der Wirtschaft. Denn nur der Mensch beherrscht die Komplexität. Nur über die menschliche Dienstleistung gelingt Differenzierung. Und nur der gesunde Mensch kann nachhaltig arbeiten.

Dieser Text ist aus dem wibas Kundenmagazin.

 

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