Non-Profit goes Agile in Africa – Vortrag auf dem Scrum Day

„Scrum ist ein Hilfsmittel die Welt zu verändern“ – so lautete das Motto der diesjährigen Scrum-Day Konferenz Ende Mai 2019 in Stuttgart.  In einem Open Space Session stellte David Croome vor, wie er im Rahmen seiner Freiwilligenarbeit bei der Hilfsorganisation „Kindern eine Chance“ in Uganda Agilität als Lebensphilosophie und agile Techniken eingeführt hat. 

Wenn man seit mehreren Jahren als Agile Trainer/Coach tätig ist, lässt das Thema Agile nie ganz los. Auch nicht während zwei mehrmonatigen Sabbaticals in Uganda. Für David machen drei fundamentale Aspekte die universelle „Lebens-Philosophie“ aus:
– experimentelle, inkrementelle und adaptive Entwicklung
– respektvolle und partizipative Zusammenarbeit mit Betroffenen
– zupackend, ziel- und wirkungsorientiert

Wegen des akuten Mangels an so vielem im ländlichen West-Uganda, gehört das Improvisieren zur Lebensnotwendigkeit. Der Beitrag des Agilen ist, diesem Umstand mit einem Mindset von systematischen Experimentieren und Weiterentwickeln zu entgegnen. Bei seinem Scrum Day Vortrag hat David Bilder und Anekdoten vorgestellt, wie dieser Ansatz  durch die Schulorganisation vermittelt wird.

– Beim Bau von Schulgebäuden  & einer Bienenhütte

– Beim Mädchen-Radfahren und Motorradfahren

– Bei der Herstellung von Prothesen

– Bei der Trinkwasserversorgung und Bewässerung der Felder
– Bei der Strom- und Lichtversorgung
– etc.

Darüber hinaus liessen sich mehrere Techniken, die man für Meetings und Workshops gut kennt in der Schulorganisation einsetzen:
– Timeboxing bei Weekly und Monthly Meetings
– Ball-Point Game als Team-Building Event
– Retrospektive-Formate als Impuls für Reflektion und kontinuierliche Verbesserung
– Postcard from the Future für einen Visions-Workshop

In den kommenden Monaten soll der „Lean Impact“ Ansatz angewandt werden, um die Beschleunigung der weiteren Organisationsskalierung zu eruieren. Dieser Ansatz setzt sich stark dafür ein, dass man sich nicht mit einem linearen Wachstum einer Hilfsorganisation zufrieden gibt.  Wenn man Evidenz der positiven Wirkung der Maßnahmen nachweisen kann, ermöglicht dies eine Verstärkung der Spendenunterstützung. Als erster Schritt soll die Sammlung und Auswertung der Impact-Daten verbessert.

„Kindern eine Chance“:  http://www.kinderneinechance.at/
„Lean Impact“ Ansatz:   https://www.annmei.com/

 

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