Spinner, Spießer, Spitzenleute…

Die Welt wird im Zuge der Digitalisierung immer komplexer und dynamischer. Informationen liegen im Überfluss vor und werden zunehmend gespeichert und digital verarbeitet. Die relevanten Informationen herauszufiltern und so zu verknüpfen, dass ein Mehrwert z.B. in Form eines neuen Produktes oder einer Dienstleistung entsteht, ist eine Herausforderung der heutigen Arbeitswelt.

Einzelpersonen und einzelne Teams können nicht alles in der notwendigen Geschwindigkeit überblicken und mit der notwendigen Qualität entwickeln. Zu groß ist die Gefahr, bei sich immer schneller veränderndem Umfeld und Marktbedingungen Trends zu verpassen, zu langsam zu sein, zu unflexibel zu planen und in die falsche Richtung zu laufen.

Nicht nur die Arbeit im Team sondern insbesondere die Vernetzung innerhalb und zwischen Teams sind eine Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten in der Zukunft. Auf diese Weise können Organisationen ihre verschiedenen Talente und Kern-Kompetenzen zusammenbringen, die notwendig sind, um für die digitale Welt gewappnet zu sein.
Für zukunftsweisende Arbeit in der digitalen Welt braucht es kreative und visionäre Kompetenz. Diese „Spinner“ oder „Spurensucher“ spüren Trends auf, entwickeln neue Ideen, denken über den Tellerrand hinaus und stoßen Innovationen an. Hier entstehen neue, noch nicht marktreife Ideen, die oft noch nicht bezüglich ihrer Machbarkeit und ihrem Nutzen bewertet sind.

Wenn sie über das Ziel hinaus schießen, werden sie von den Umsetzern und Bewahrern wieder eingefangen und geerdet. Die „Spießer“ scheinen dann oft die Miesepeter zu sein und die Innovation hemmen zu wollen, sie haben aber die wichtige Aufgabe, Ideen auf ihre Machbarkeit und Marktfähigkeit zu überprüfen. Sie hinterfragen die Hypothesen hinter den Visionen, stellen kritische Fragen zur Machbarkeit und führen Kosten-Nutzen-Rechnungen durch.

Ist eine Idee tragbar und fruchtbar, braucht es eine mutige Führungsentscheidung, diese konsequent und fokussiert anzugehen und umzusetzen. Die so neu entstehende Welt ist erst mal unübersichtlich und kann vielen Mitarbeitern Angst machen. „Spitzenleute“ sind in der Lage, die Komplexität zu reduzieren und für andere verkraftbar zu machen. Sie geben Richtung und Leitplanken vor, machen Mut und geben dem Team Transparenz und Sicherheit. Sie sorgen dafür, dass notwendige Veränderungen konsequent priorisiert, durchgeführt und nachhaltig umgesetzt werden. Dazu braucht es gute Moderationsfähigkeiten.

„Spezialisten“ haben Zugriff auf Wissen, das in Bezug auf Digitalisierung relevant ist und das sie im relevanten Zusammenhang verknüpfen können. Sie sind Übersetzer und Berater im Dschungel der Informationen, helfen bedarfsorientiert zu optimieren und sind damit ein zentraler Wegbereiter für die Umsetzung der Idee in die Realität. Sie helfen neue Aufgaben zu strukturieren, zu planen und auf den Weg zu bringen.

Im besten Falle ist dies ein iterativer, sich selbst dauernd verbessernder, dialoggetriebener Prozess, in dem Spinner, Spurensucher, Spießer, Spezialisten und Spitzenleute Hand in Hand – ko-kreativ – arbeiten. So begegnet ein Hochleistungsteam den Herausforderungen der digitalisierten Arbeitswelt am besten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, an Dritte weitergeleitet oder anderweitig genutzt.