Harte Herausforderung. Weiche Antwort.

In unserer sich rasant entwickelnden Wirtschaft spielt die Digitalisierung von Arbeits- und Kommunikationsprozessen eine gewichtendere Rolle als je zuvor. Ob in der Automobilindustrie (z.B. Carsharing), der Maschinenfertigung (z.B. M2M Kommunikation) oder im privaten Alltag (z.B. Paypal, MyTaxi u.v.m.) – die Digitalisierung ist aus unserem Leben kaum noch wegzudenken.

Doch welche Herausforderungen birgt die durch Digitalisierung enstandene Veränderung in unserem Arbeitsalltag? Worauf müssen sich Unternehmen heute einstellen damit sie morgen konkurrenzfähig bleiben? Welche Kompetenzen bringen die Generationen Y und Z mit und was bedeutet das für die heutigen Unternehmen?

Für viele Unternehmer mag die Wichtigkeit der oben gestellten Fragen zweitrangig sein, da das eigentliche Thema – die Digitalisierung selbst, schon eine sehr große Herausfoderung darstellt. Time to market, return on investment und market share sind die harten Fakten die es zu verwalten gibt – warum sollte man sich da noch zusätzlich Themen wie Soft Skills, Team Empowerment und Performance widmen?

… weil wir im Wissenszeitalter leben!

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Digitalisierung ist nicht nur eine neue Technologie, die man einfach mal umsetzen bzw. ausrollen kann – Digitalisierung repräsentiert eine wirtschaftlich evolutionäre Entwicklung der Arbeit und katapultiert somit die globale Wirtschaft in ein komplett neues Zeitalter – Das Wissenszeitalter / Zeitalter globaler Märkte -, in welchem der Mensch mit seinem Wissen das wichtigste „Kapital“ eines Unternehmens ist. Vergleichbar mit dem Manufakturzeitalter ist die Wirtschaft heutzutage darauf angewiesen, dass Menschen Dinge erzeugen und umsetzen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass der Mensch heute mit seinem geistigen Gut anstatt mit seiner körperlichen Anstrengung benötigt wird. Das Zeitalter der Industrialisierung sorgte dafür, dass körperlich anstrengende Arbeit nun nicht mehr vom Menschen sondern von Maschinen vollzogen wurde. Die Folge daraus war die wirtschaftliche Abhängigkeit weg vom Menschen, hin zu industriell produktiveren Maschinen.

Neben konventionellen Unternehmen, welche den Fokus beim Thema Digitalisierung weiter auf den Faktor Maschine legen, entwickeln sich andere Unternehmen weiter. Kennzahlen wie time to market, return on investment und market share werden hierbei nicht (wie oft vermutet) vernachlässigt, sie werden lediglich durch einen adäquateren Ansatz wie z.B. das Fördern hoch performater Teams und einem Führungsstil der Mitarbeiter ermächtigt statt diese zu überwachen, optimiert.

Das „Schlummernde Kapital“

Kollektives Wissen ist das heutige Kapital der neuen Generation Y (Geburtenjahrgänge 1981-1994). Unternehmen die das Beste aus Ihren Mitarbeitern nutzen möchten, sollten ersteinmal verstehen was es bedarf, um dieses „Schlummernde Kapital“ zu wecken.

Die Bedürfnisse der Generation Y sind vollkommen andere als die der vorherigen Generationen „Babyboomer“ (1946-1964) und Generation X (1965-1980).

Bedürfnisse wie dominante Führungsstile oder lebenslange Arbeitssicherheit werden heute von der Generation Y mit folgenden Ansprüchen überholt:

  • lebenlanges Lernen
  • klare Ansprüche und Zielvorstellungen
  • flache Hierarchien/kurze Entscheidungswege
  • Arbeitsaufgaben im Mittelpunkt nicht Arbeitszeit
  • angemessene Work-Life-Balance
  • Anerkennung der eigenen Leistung und angemessene Entlohnung
  • Verantwortung, Gestaltungsspielräume und selbständiges Arbeiten
  • moderne Technik und offene Netze

Es gibt jedoch Mindestforaussetzungen für die Organisationen welche sich diesen Bedürfnissen widmen wollen. Hier ist neben einer toleranten Fehlerkultur und dem starken Einbeziehen und Fördern der Mitarbeiter, vor allem der Mut zum Ausprobieren gefordert.

Nur auf dieser Basis kann kollektives Wissen „Schlummerndes Kapital“ im Unternehmen identifiziert und folglich effektiv zum wirtschaftlichen Vorteil des Unternehmen genutzt werden.

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