Flipcharts eines Agilisten: Agiler Eisberg

Wozu brauche ich das Flipchart?

Bei der Einführung agiler bzw. schlanker Vorgehensweisen stehen die Rahmenwerke (z. B. Scrum, Kanban) und Praktiken (z. B. Boards, Burn Downs, User Story) oft sehr prominent im Mittelpunkt. Dass es sich bei solch einer Einführung jedoch auch ganz wesentlich um Kultur dreht, geht hierbei oft verloren. Dabei ist gerade das kulturelle Verständnis der Garant für eine erfolgreiche und nachhaltige Einführung moderner Arbeitsweisen. Das Flipchart positioniert diese kulturellen Aspekte als Fundament und verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen der Arbeits- und Kulturebene.

Was kann ich zum Flipchart erzählen?

Die Zusammenhänge zwischen der Arbeits- und Kulturebene lassen sich sehr gut anhand eines Eisbergs erläutern.

Arbeitsebene

Die Arbeitsebene befindet sich oberhalb der Wasseroberfläche, da diese von außen gut wahrgenommen werden kann. Sie bestimmt in erster Linie das „Wie“ des operativen Geschäfts. Auf dieser Ebene gilt es zunächst ein zu den Anforderungen passendes Rahmenwerk, wie z. B. Scrum, Kanban oder Lean Startup einzuführen. Auf Basis des gewählten Rahmenwerks sind gute Praktiken zu übernehmen, die bei den täglichen Arbeiten unterstützen. Wie z. B. Boards, Burndown Charts, User Story, Story Points, etc.

Rahmenwerke und Praktiken machen somit die Arbeitsebene aus. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „doing agile“. Die Rahmenwerke sind leicht zu verstehen. In der Regel bedarf es eines zweitägigen Workshops, um ein Team agil aufzusetzen. Diese zu meistern ist jedoch eine große Herausforderung.

Kulturebene

Die Kulturebene befindet sich unterhalb der Wasseroberfläche, da diese von außen nicht ohne weiteres wahrzunehmen ist, jedoch im Wesentlichen Haltung, Handeln und Verhalten bestimmt. Die fünf Werte aus dem Scrum Guide sind für eine agile Kultur prägend:

  • Mut,
  • Offenheit,
  • Fokus,
  • Respekt und
  • Selbstverpflichtung
Agiler Tempel (Scrum Werte & Prinzipien für hochperformante Teams)

Basierend auf diesen Werten existieren aus Sicht von wibas fünf wesentliche Prinzipien, die das agile Handeln und Verhalten steuern:

  • Ermächtigung & Selbstorganisation,
  • Frühe & regelmäßige Lieferung,
  • Inspizieren & Anpassen,
  • Transparenz und Takt.

Werte und Prinzipien machen somit die Kulturebene aus. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „being agile“. Diese Kultur anzunehmen, zu verinnerlichen und zu leben kommt einer Reise gleich, die es anzutreten gilt, möchte man den Wandel hin zur Agilität meistern.

Zusammenhänge zwischen Arbeits- und Kulturebene

Viele Versuche Agilität einzuführen bzw. Projekte und Vorhaben agil aufzusetzen scheitern meist daran, dass man nur die Arbeitsebene betrachtet und die Kultur dahinter nicht berücksichtig. Dabei gibt es grundlegende Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Ebenen. Das Verständnis diesbezüglich ist maßgeblich für eine erfolgreiche Einführung bzw. Etablierung agiler Vorgehensweisen. Man sollte sich daher immer die Frage stellen, wie ein Rahmenwerk oder eine Praktik die Prinzipien und Werte fördert bzw. welche Rahmenwerke und Praktiken sinnvoll einzusetzen sind, um die Prinzipien und Werte leben zu können.

Wie sieht das Flipchart final aus?

Wie kann ich das Flipchart schrittweise aufbauen?

Dieses Flipcharts kann du in 3 Schritten aufbauen und dabei erläutern. Und so gehts:

Schritt 1: Basisvorlage

  • Beginn Deine Erzählung mit der Basisvorlage für das Flipchart.
  • Erwähnt lediglich die Arbeits- und Kulturebene und erläutere die wesentlichen Punkte aus dem Abschnitt „Wozu brauchst Du dieses Flipchart“.

Schritt 2: Arbeitsebene

  • Du baust das Flipchart entlang der Erzählung zur Arbeitsebene weiter aus. Dafür dient der obere Teil des Eisbergs.
  • Ergänze „Rahmenwerke“ und gib die entsprechenden Beispiele an, zu denen Du etwas Zusätzliches erzählen möchtest, wie z. B. Scrum.
  • Ergänze „Praktiken“ und erläutere anhand der Beispiele wozu Praktiken im agilen Umfeld dienen und worin die Abgrenzung zu den Rahmenwerken besteht.
  • Fasse Deine Erläuterung zur Arbeitsebene am Ende zusammen, indem Du „Arbeitsebene“ und „doing agile“ ergänzt.

Schritt 3: Kulturebene

  • Du baust das Flipchart entlang der Erzählung zur Kulturebene weiter aus. Dafür dient der untere Teil des Eisbergs.
  • Ergänze „Werte“ und erläutere die fünf Werte.
  • Ergänze „Prinzipien“ und erläutere die fünf Prinzipien.
  • Fasse Deine Erläuterung zur Kulturebene am Ende zusammen, indem Du „Kulturebene“, „being agile“ und den wechselseitigen Pfeil ergänzt.

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